UNESCO, endlich!

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Seit Juni 2014 hat Italien ein neues UNESCO Weltkulturerbe, es ist die Nummer 50. Aber in diesem Fall handelt es sich um etwas ganz Besonderes, denn neben den unzähligen weltbekannten Sehenswürdigkeiten und Traumzielen Vieler, wird in Italien jetzt zum ersten Mal eine Kulturlandschaft gewüdigt und geschützt. Eine Landschaft, die der Mensch mit seiner Arbeit in Jahrhunderten geprägt und verändert hat, bis sie ihr heutiges einzigartiges wunderbares Aussehen erhalten hat: ein Meer aus Weinstöcken, Hügel, Bauerhöfe, kleine Ortschaften, Kirchen und Schlösser, die jeden Besucher begeistern.
Es sind dies die Weinanbaugebiete Langhe-Roero und Monferrato, eine durchgehende Hügellandschaft mit hunderten Gemeinden (die buffer zone), den besten Weinreben und den berühmten piemontesischen Weinen, wie der Barolo, Moscato, Barbaresco, Barbera.
Fünf sind die sogenannten core zone, d.h. Bereiche der Exzellenz und repräsentativ für die jeweiligen Gebiete: für den Barolo aristokratische Schlösser, für den Barbaresco der rote Turm und die Urform einer typischen Ortschaft der Langhe, für den Moscato in Canelli die unterirdischen Kathedralen, die historischen Keller des Spumante, für den Barbera in Nizza Monferrato das ethnografische Bersano Museum und in Vignale der Rundgang durch die Infernot (Weinkeller direkt im Tuffgestein).
Seit Jahrzehnten hat jedes Gebiet seine Regionale Vinothek. Ihre Aufgabe ist es, die regionalen Weine vorzustellen, zu informieren und den Verkauf zu fördern. Entstanden ist so ein ausschließlich dem Wein gewidmetes Netz: eine in Italien einzigartige Exzellenz, die jeden Touristen begeistert.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Schloss des Conte di Cavour mit einer regionalen Vinothek, in der sämtliche piemontesischen Weine vertreten sind, ein Leuchtturm des piemontesischen Weinanbaus. Es war hier, wo Cavour seine ersten Schritte als Politiker machte (17 Jahre lang war er Bürgermeister) und wo er bessere Techniken entwickeln konnte, um den größten italienischen Wein zu kreieren, den Barolo.
Eine passende Anerkennung für die 150 Jahre seit der Vereinigung Italiens.

Text ©Pietro Giovannini