Il Roero del Gusto

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Es ist der Tanaro, der die Hügel rechts in die Langhe und links in das Roero teilt. Das Städtchen Alba am rechten Ufer des Tanaro blickt zum Roero hinüber und schon immer wartete man hier auf die ausgezeichneten Produkte, die diese kantigen Hügel mit ihrem sandigen Boden hervorbringen.
Der Tourist, sollte er die alte Brücke überqueren und die Hügel des Roero zum Ziel haben, beginnt damit nicht nur eine Wanderung durch die Besitztümer der in Asti beheimateten adligen Familie derer von Rotarti (oder eben  Roero), in der Vergangenheit Kaufleute und später Bankiers an den Handelsplätzen von halb Europa, sondern auch eine „Gran Tour“ der Gastronomie.
Ausgehend von Canale, der Hauptstadt dieser Hügel, wo der Fisch eine wichtige Rolle spielt, an Guarene und Vezza d’Alba vorbei, wo die Birne der Sorte Madernassa zu Hause ist, nach Baldissero und Sommariva Perno, berühmt wegen der dort wachsenden Erdbeeren. Weiter geht es nach   Montà und der süßen Straße des Honigs (Strada del Miele). In Castagnito, Magliano, Priocca und Govone mit Blick auf das fruchtbare Tanarotal wachsen Knoblauch, Paprika (die quadratische, auch Motta genannt), Spargel und Zucchini der feinsten Qualität. In Ceresole (wie auch in den benachbarten Orten) züchtet man in Fischteichen zwischen den Feldern Schleie, während  verschiedene Maissorten und Getreide zwischen Sanfré und Sommariva Bosco angebaut werden.
Und in den furchteinflößenden Felsen, vor denen man plötzlich steht und die das Gebiet des Roero in seiner ganzen Länge durchziehen endlich auch der Trüffel!
Inmitten dieser Gemüsegärten dürfen auch die Weinstöcke nicht fehlen. Hier reift der Arneis, eine lokale Weinrebe, die es in weniger als zwanzig Jahren zu einem großen Wein gebracht hat und der etwas ländlichere Favorita. Die angebauten Rotweine sind wie immer der Nebbiolo, der hier aber zu Ehren der Vorfahren Roero heißt, die dritte Version dieser einzigartigen Weinrebe, die, je nachdem wo sie wächst, dem Wein ein eigenständiges Aroma und Eigenschaften schenkt.
Die Tatsache, dass die Rohstoffe direkt vor der Tür wachsen und nicht von Weitem herangekarrt werden müssen, ist auch der Grund, warum es im Roero so viele mit Sternen gekrönte Restaurants gibt, die zusammen mit den dynamischen Märkten eine Bühne bilden ... lassen Sie sich verführen!

Text ©Pietro Giovannini